Erlebnispädagogisches und Heilpädagogisches Reiten

Ganzheitliche Entwicklungsförderung mit Islandpferden

Erlebnispädagogisches Reiten

Hier steht das Erleben von Tier, Natur und Gruppe im Vordergrund. Dabei lernen die Kinder sich spielerisch auf das Pony und seine Bewegungen einzulassen. Innerhalb der Gruppe können sie ihre Kooperation und Teamfähigkeit erproben. Das erlebnispädagogische Reiten unterscheidet sich von konventionellen Reitstunden durch seinen spielerischen Charakter und das kindgerechte Vorgehen der Reitpädagogin. So werden Reiterspiele, Übungen aus dem Voltigieren und aus der Natur- bzw. Waldpädagogik in die Stunden eingebaut. Je nach Bedarf Integration beeinträchtigter und verhaltensauffälliger Kinder auch im Rahmen von zusätzlicher Einzelförderung.

Mögliche Angebote:

Für Kindergärten und Schulen

"Pony, Wald und Wiese"
Einsteiger ab 3 Jahren; ca. 6 Kinder und 2 Ponys

Wir erleben den ersten Umgang mit dem Pony. Wir holen es von Paddock oder Koppel, streicheln, putzen, pflegen es mit viel Zeit für den persönlichen Kontakt zum Pony zur Gruppe und zu den Pädagoginnen.
Daraufhin reiten wir geführt in Wald und Wiese. Die Kinder laufen und reiten abwechselnd, wir spielen in der Natur, z.B. am Bach und machen unterwegs Reiterspiele oder Voltigierübungen. Oder wir üben spielerisch am Reitplatz Voltigieren, Reiten an der Loge, Ponys führen und viele andere Dinge rund ums Pferd.

 

"Kleine Pferdeflüsterer"
Anfänger (ca. 6 Kinder 2 -3 Ponys) und Fortgeschrittene (ca. 6 Kinder 3 Ponys)

Diese Gruppen entwickeln sich aus der Einsteigergruppe "Pony, Wald und Wiese". Die Kinder wagen sich weiter: sie können sich gegenseitig auf dem Pony führen, üben schnellere Gangarten an der Longe, versuchen schwierige Voltigierübungen, dirigieren Ponys im Freilauf,  versuchen ihr Pony zu lenken und erlernen so spielerisch die Grundlagen des ganzheitlichen Umgangs mit dem Pferd und des Reitens. Weiterhin unternehmen wir Spaziergänge und Ritte in Wald und Feld und auch der Umgang mit den anderen Kindern der Gruppe kann im Spiel gepflegt werden.

Fortgeschrittene kümmern sich im Zweierteam eigenverantwortlich mit Hilfe der Pädagoginnen um ihr Pferd und bereiten es auf die Reitstunde vor. Die Kinder reiten abwechselnd, helfen ihren Teamkollegen oder sind auf dem Pferd und am Boden in Reiterspielen beschäftigt. Theorie, Longenarbeit zur Sitzverbesserung, Freilauf und Bodenarbeit sind fester Bestandteil der erlebnispädagogischen Reitstunden.

 

Bildergalerie

Heilpädagogisches Reiten

Das heilpädagogische Reiten bietet ein ganzheitliches Konzept mit dem Ziel Kinder in ihrer individuellen und sozialen Entwicklung zu fördern. Dabei wird das einzelne Kind in seiner gesamten Persönlichkeit wahrgenommen und angenommen. Es darf sich akzeptiert und geborgen fühlen und kann auf Verlässlichkeit bauen:

Das Beziehungsangebot der Pädagogin, zugewandte, bekannte Pferde und ein überschaubarer Rahmen mit gleichmäßigem Ablauf der Aktivitäten bieten verlässlichen Halt und Orientierung.

Um den Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung zum Pferd zu ermöglichen wird das Tier gemeinsam beobachtet, gepflegt, gefüttert und geputzt. Dabei können Regeln und Rituale kennen gelernt und gemeinsam erarbeitet werden. Nach und nach schließen sich das geführte Reiten, Longenarbeit, Voltigieren, kleine Ausritte und Reiterspiele an.

Zielsetzungen werden im gegenseitigen Austausch erarbeitet und orientieren sich am individuellen Entwicklungstempo des einzelnen Kindes. Elterngespräche und der Dialog mit Kindergärten, Schulen und Ärzten, etc. sind wichtige Bestandteile für die Zielerreichung.

Kinder

Das heilpädagogische Angebot richtet sich insbesondere an Kinder mit speziellem Förderbedarf in den Bereichen:

  • Soziales Verhalten
  • Lernvermögen
  • Konzentration
  • Motorik
  • Psychische Befindlichkeit
  • Wahrnehmung
  • Selbstvertrauen

Ziele

Die heilpädagogische Zusammenarbeit mit dem Partner Islandpferd hilft unter anderem:

  • Aggressionen abzubauen
  • Vertrauen aufzubauen
  • sich und andere anzunehmen
  • Verantwortung und Selbstständigkeit zu entwickeln
  • Frustrationstoleranz zu erhöhen
  • Gruppenfähigkeit und Kooperation zu entwickeln
  • Einfühlungsvermögen zu entwickeln
  • Muskeln zu lockern und zu entkrampfen, Gleichgewicht und Koordination zu trainieren
  • Sprachverarbeitung und Ausdrucksfähigkeit zu verbessern
  • Konzentrationsfähigkeit zu steigern

Artgerechte Haltung:

Unsere Pferde leben im Offenstall, sodass ihnen 24 Stunden Freilauf und ständiger Kontakt mit ihrer Herde ermöglicht wird. Außerdem haben wir schöne angrenzende Koppeln.